Kopfleiste Bild1 Kopfleiste Bild2 Kopfleiste Bild3 Poster

Mailand 2013

Ende der ersten Pfingstferienwoche fuhren wir los. Wir – das bedeutet: Oberstufenschüler und Betreuer des Circus Calibastra, drei Gastartisten aus dem Degerlocher Jugendzirkus und der Geschäftsführer der MBS, Herr Vieser. Wir waren von der Walddorfschule in Mailand eingeladen worden. Dort sollten wir am deren Tag der offenen Tür Workshops und zwei Vorstellungen geben.

Mit voll gepackten Autos ging es los, und schon die Fahrt durch die Alpen war ein Highlight für sich. In Mailand angekommen hieß es erst mal: Zeug auspacken und die Waldorfschule begutachten. Wir waren in dem Kindergarten untergebracht, der zur „Scola Rudolf Steiner“ dazugehörte. Die Workshops fanden in der Mensa und die Aufführungen im Festsaal statt. Eigentlich sah alles ganz ähnlich aus, wie an der MBS, vor allem in dem Kindergarten – viele helle Rosa –und Gelbtöne, wenig rechte Winkel. Nur eben alles ein bisschen kleiner als bei uns. Vom Mailänder Publikum könnte sich unser Stuttgarter allerdings ruhig eine Scheibe abschneiden: mit Bravorufen wurde nicht gespart, und im Endeffekt traten wir nicht zwei-, sondern dreimal auf.

Vormittags gaben wir Workshops für die Kinder, die im Schnitt zwischen drei und sieben Jahren alt waren, ein paar ältere waren auch dabei. Die Kinder plapperten munter italienisch mit uns, trotzdem klappte es – man machte sich eben mit Händen und Füßen verständlich. Und ein paar neue Wörter konnte jeder lernen, sei es von Benjamin Hirsch, der uns manchmal (Gott sei Dank) als Dolmetscher diente, oder von einem der hilfsbereiten Eltern. Alle waren mit Begeisterung dabei - nur ein Beispiel: Herr Vieser saß geschlagene zwei Stunden geduldig auf einem Kindergartenstuhl und brachte den Kindern jonglieren bei.

Am Tag der Abfahrt ging es vormittags noch die Mailänder Innenstadt erkunden: Sehenswürdigkeiten wie den Mailänder Dom – in den wir leider nicht reinkonnten – und die Mailänder Galerie besuchen, Eis essen und einen Straßenkünstler bewundern, der aus Möhren, Rote Beete und Kohlrabi kleine, filigrane Blüten und Tiere schnitzte. Insgesamt war es eine tolle Sache, und auf der Rückfahrt waren wir uns alle einig: so etwas könnte man ruhig öfter machen!